Meldungen aus der Universität

Stiftungsrat wendet sich gegen Kürzungspläne der Landesregierung

20.01.2020 Lüneburg. In einem Schreiben an den niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler hat der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Universität Lüneburg, Dr. Volker Meyer-Guckel, angesichts der geplanten Kürzungen im Hochschulbereich jetzt seiner Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit des Studien- und Wissenschaftsstandortes Niedersachsen Ausdruck verliehen. In dem zweiseitigen Schreiben, das in Kopie auch an den Ministerpräsidenten und den Finanzminister des Landes Niedersachsen ging, forderte Meyer-Guckel namens des Lüneburger Stiftungsrates dazu auf, die langfristige finanzielle Planungssicherheit für die niedersächsischen Hochschulen verlässlich zu gewährleisten und die Finanzierung der Hochschulen und damit auch der Leuphana Universität Lüneburg zu verbessern.

Die seit vielen Jahren unveränderte Grundfinanzierung der meisten niedersächsischen Hochschulen komme mit Blick auf die eingetretenen Inflationseffekte faktisch bereits jetzt einer Kürzung gleich, so Meyer-Guckel. Hinzu komme der jüngst von einer Fachkommission festgestellte Sanierungs- und Modernisierungsbedarf der niedersächsischen Hochschulen, der sich auf rund vier Milliarden Euro belaufe. Beides benachteilige die Hochschulen schon jetzt im immer schärfer werdenden Wettbewerb um Forschungsgelder, qualifiziertes Personal und gute Studierende.

Meyer-Guckel stellt in dem Schreiben fest, dass die über eine globale Minderausgabe geplanten zusätzlichen Einsparungen Disparitäten zwischen den schon jetzt unterfinanzierten niedersächsischen Hochschulen und den Hochschulen anderer Bundesländer verstärken würden. Damit riskiere das Land, zukünftig den Anschluss in der deutschen Hochschullandschaft zu verlieren – dies auch vor dem Hintergrund der zusätzlichen Investitionen und Erhöhungen der Grundzuweisungen, die die anderen Bundesländer für ihre Standorte vornehmen.

Das Schreiben des Stiftungsrates der Stiftung Universität Lüneburg mündet in der dringenden Empfehlung an das Land, von den geplanten Einsparungen im Hochschulbereich abzusehen, um bereits bestehende Belastungen und Herausforderungen der niedersächsischen Hochschulen nicht noch zu vergrößern und den Studien- und Wissenschaftsstandort Niedersachsen nicht weiter zu gefährden.